Vorgehensweise

Im Rahmen des Projekts sind die folgenden Maßnahmen vorgesehen:

  • Aufzeichnen der zurückgelegten Wege der TeilnehmerInnen mit automatischer Verkehrsmittelerkennung mittels Smartphone-App und Aufzeigen der Auswirkungen auf Umwelt, Kosten, Gesundheit
  • Generieren von Vorschlägen für alternative Verkehrsmittel-Kombinationen entlang vorgegebener Ausgangs- und Zielpunkte basierend auf Benutzer-Präferenzen
  • Verhaltensökonomisch fundierte Maßnahmen zur probeweisen Verkehrsmitteländerung und Monitoring der dadurch erzielten Erfolge im Hinblick auf diese Kriterien.

In Feldtests wird untersucht, welche Verhaltensauswirkungen die Verwendung der App auf die Mobilitätsentscheidungen hat. Mit der Auswertung der realen Mobilitätsdaten lassen sich das ÖPNV-Angebot und die Infrastrukturplanung langfristig optimieren.
Die technische Innovation des geplanten Systems liegt in der Kombination von

  1. automatisierter Verkehrsmittelerkennung mit
  2. Routenplanung und
  3. der Bewertung anhand individuell einstellbarer Kriterien sowie
  4. der Bereitstellung von Analysewerkzeugen für Mobilitätsdaten.

Applikationen zur automatisierten Verkehrsmittelerkennung wurden bereits im Rahmen einzelner Forschungsprojekte entwickelt, doch ist keines der daraus resultierenden Programme öffentlich verfügbar bzw. sowohl für individuelle als auch öffentliche Verkehrsmittel anwendbar.

Die gesellschaftliche Innovation liegt in der Anwendung von Erkenntnissen aus der Verhaltensökonomie, um nachhaltige Verhaltensänderungen zu bewirken und damit die Erfolgswahrscheinlichkeit und Nachhaltigkeit entsprechender Maßnahmen zu erhöhen. Das Projekt versteht sich als Impulsgeber für maßgeschneiderte Mobilitätskampagnen, dessen Ergebnisse auch für andere verkehrspolitische Initiativen wie z.B. PEMO relevant sind.